Beratung zum Kauf eines Billards

Billard ja, aber welches?

Aus der großen Zahl der verschiedenen nationalen Ausformungen des Billardspieles sind heute in Mitteleuropa vor allem drei Typen verbreitet: Das französische Carambol-Billard, das amerikanische Pool-Billard und das britische Snooker.Die drei Spielversionen haben individuell genormte Spielflächen und verschieden große Bälle ("Kugeln" ist nicht korrekt), sie benötigen daher auch jeweils eigene Tische.

Kombinationen

Die in der Vergangenheit immer wieder versuchte Verbindung von Carambol und Lochbillard in einem Stück haben oft interessante Möbelstücke, aber stets eher unbefriedigende Ergebnisse in Bezug auf die Qualität des Spiels gezeitigt und bestenfalls für eine Form ein akzeptables Niveau geboten. Prinzipiell sind zwei Lösungen denkbar: Das Wendebrett und die Doppelbande.

Bei Wendebretter werden zwei Steinplatten und zwei Bandenrahmen, einer mit Löchern und Taschen, der andere glatt, sandwichartig Rücken an Rücken miteinander verbunden. Nach Wunsch kann die oben liegende Platte um eine Mittelachse geschwenkt und damit die vorerst nach unten weisende anders geformte Spielfläche nach oben gebracht werden. Wegen der unterschiedlichen Normen kann nur eine Spielart die korrekten und auch nur kleine Abmessungen haben, weil die gesamte Konstruktion ja frei um die Achse rotieren muß und der Bodenabstand der Achse das Maß absolut beschränkt. Der Bandenabschlag (also die Reflexion des Balles von der Bande) ist niemals so gut wie bei einem normalen Brett und die Konstruktion wird teuer und sehr schwer. Im übrigen verliert das Pool-Billard auf einem kleinen Tisch sehr bald an Interesse.

Lösungen mit eingelegten Banden (Doppelbanden), die die Löcher verdecken und damit auf einer Lochbillard-Platte das Carambol-Spiel in einem kleineren Feld ermöglichen sollen, sind hinsichtlich der Spielqualität noch unzulänglicher und können somit im Grunde nicht einmal Anfängern Freude bereiten. Die Entscheidung für eine oder die andere Spielart sollte zumindest für den einzelnen Tisch endgültig getroffen werden.

Form und Farbe

Nachdem ein Billardtisch im Grunde hauptsächlich aus einer mit Stoff bezogenen Steinplatte und einer rundum laufenden starken Gummibande besteht, sind der architektonischen Ausformung des Tisches keine engeren Grenzen gesetzt. In Stil, Material und in der Farbgestaltung kann auf die Umgebung und auf die Wünsche des Besitzers weitestgehend Rücksicht genommen werden.

Eine gewisse Beschränkung gibt es nur bei der Farbe des Spezialtuches, bei dem es je nach Billardtyp zwar viele, aber doch nicht unbegrenzte Wahlmöglichkeiten gibt.

 

Billard mit Tischplatte

In vielen Fällen läßt sich eine Lösung des Raumproblems dadurch erzielen, daß man das Billard mit einer Tischplatte versieht und so eine zusätzliche Nutzung gewinnt. Natürlich wird dadurch der benötigte Platz nicht kleiner, läßt sich aber mit einer solchen Kombination leichter gewinnen.

Technische Einrichtung

Das Spielvergnügen wird durch die Laufruhe und Schnelligkeit sowie den exakten Abschlag des Balles von der Bande bestimmt. Zu diesem Zweck müssen die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung erstklassig sein. Das Eingehen von Kompromissen auf diesem Gebiet ist Sparen am falschen Platz, von dem dringend abzuraten ist. Aus diesem Grund verwenden wir ausschließlich Material, das auch in Turniertischen zur Anwendung kommt und lassen die technische Einrichtung der Banden von der Firma des ehemaligen österreichischen Europameisters Heinrich Weingartner besorgen.

Gewicht und Transport

Abhängig vom Format und der Stärke der gewählten Steinplatte, die in modernen Billards stets aus Schiefer besteht, wiegt ein Tisch für den Privatgebrauch zwischen 350 kg und 500 kg. Ein Turnierbrett kann auch an die zwei Tonnen wiegen, es wird aber nur sehr selten in einer Wohnung installiert.

Das Gewicht, das auf einen Quadratmeter Bodenfläche lastet, ist somit in der Regel nicht besonders problematisch, wobei man allerdings schon berücksichtigen muß, daß sich ohne weiteres auch drei gewichtige Herren an einer Ecke des Tisches gleichzeitig aufhalten können.Die Belastbarkeit des Bodens muß zwar geprüft werden, stellt aber so gut wie nie ein besonderes Problem dar.

Beim Transport eines Billardtisches, der aus dem Grundgestell, den Banden und der Steinplatte besteht, macht nur der Transport der Platte gelegentlich Schwierigkeiten, wenn enge und steile Treppenabsätze zu überwinden sind. Normalerweise wird diese Steinplatte von vier Männern mit zwei Tragegurten hochkant transportiert und kann somit auch durch schwierige Zugänge manövriert werden. Die Montage des Grundgestells, die Bespannung der Platte mit dem Billardtuch und die Bandenfixierung geschieht stets an Ort und Stelle.

Beleuchtung, Heizung, Zubehör

Beleuchtung
Die vollständige Ausleuchtung der Spielfläche sowie die Forderung nach einem Freiraum nach oben zur Ausführung von besonderen Stößen bedingt eine Anordnung von mehreren Lampen oder eines Lichtbalkens entlang der Längsachse des Tisches. Auch hier sind im Rahmen der Grundanforderungen für die Ausleuchtung alle Stilvarianten von traditionell bis modern möglich.

Heizung
Da das Billardtuch die Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann und sich dadurch die Laufeigenschaften des Balles verschlechtern, wird bei Turnierbrettern und anderen großflächigen Tischen eine Plattenheizung installiert. Die Platte und somit das Tuch wird damit handwarm gehalten und so das unvermeidbare Abbremsen der Bälle durch die Gewebefasern auf ein Minimum reduziert. Für das normale Billardspiel zu Hause auf mittleren und kleinen Formaten kommt dieser Effekt nicht zum Tragen, eine Plattenheizung ist daher nicht notwendig.

Zubehör
Das Zubehör, das in erster Linie aus den Queues, den Bällen, der Kreide sowie Ersatzlederspitzen besteht, wird in großer Auswahl vom Billardfachhandel angeboten und muß wegen der großen preislichen Bandbreite vom Spieler individuell ausgewählt werden.

Formate und Platzbedarf

Die gewöhnlich größte Problematik bei der Aufstellung eines Billardtisches im eigenen Haus ist der dafür notwendige Raum.

Die Bemessung des Raumes ergibt sich aus den Maßen der Netto-Spielfläche (das ist die Fläche zwischen den Banden) plus der Länge des Queues nach allen Seiten, gemessen von der Bandenkante, sowie einige Zentimeter Toleranz für die Ausholbewegung zum Stoß.

Die Tabelle zeigt, wieviel Platz rund um den Billardtisch unbedingt frei bleiben muß und wo eventuell bis zu einer Höhe von 80 cm Möbelstücke wie Sessel oder Kommoden stehen können, ohne daß das Spiel beeinträchtigt wird.

Beste Qualität – eine Selbstverständlichkeit

Die Anschaffung eines Billards ist ebenso wie die eines Klavier eine Entscheidung für viele Jahre. Diese langfristige Perspektive macht die Verwendung von erstklassigen Materialien zur Bedingung.

Ebenso wie auf einem guten Musikinstrument ist das Spielvergnügen und die eigene Entwicklungsmöglichkeit von der Qualität des Gerätes abhängig. Der Anfänger lernt schneller und der Könner spielt besser, wenn das Billard nicht nach kurzfristigen kommerziellen Aspekten sondern nach dauerhaften und qualitätsbewußten Maßstäben konzipiert und gebaut wurde.

Weder am Stein, am Tuch noch an den Reflexbaden und deren solidem Einbau in die Tischkonstruktion kann sinnvoll gespart werden. Die einzelnen Komponenten müssen auch erneuerbar oder reparierbar, Ersatzteile und Ergänzungen von etablierten Firmen für lange Zeit erhältlich sein.

Wir verwenden ausschließlich die ersten Qualitäten bei der Zusammenstellung unserer Billards, weil wir uns wünschen, daß sich unsere Kunden noch in Jahrzehnten in der Entscheidung für unser Produkt bestätigt fühlen!